Werbeplanung: Erfolgreiche Werbung braucht einen Plan

Sie haben nur ein kleines Budget für Ihre Werbung? Dann nehmen Sie sich etwas Zeit, dieses sorgfältig zu planen. Denn sonst können Ihre Marketingaktivitäten schnell und wirkungslos verpuffen.
Wie hoch das jährliche Werbebudget sein sollte und worauf Sie bei Ihrer Planung achten sollten, erklären wir in diesem Beitrag.

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Wie ist das richtige Marketingbudget?
Das optimale Marketingbudget orientiert sich ausschließlich daran, welche Ziele Sie erreichen wollen. Doch für viele Existenzgründer oder auch etablierte Unternehmer ist dieses Vorgehen ein reines Wunschdenken. Sehr viel häufiger wird daher ein pauschaler Prozentsatz vom Umsatz für die Marketingsmaßnahmen kalkuliert. Der Hightech-Verband BITKOM hat im August 2014 festgestellt, dass klein- und mittelständische Unternehmer ca. 6 % ihres Umsatzes ins Marketing investieren

Die Marketingbudgets deutscher Unternehmer teilen sich laut BITKOM wie folgt auf:
– 35 % für Messen und Events
– 30 % für Onlinewerbung
– 17 % für Direktmarketing
– 13 % Printwerbung
– 3 % für Marktforschung
– 2 % für Sonstiges inkl. TV, Radio, Außenwerbung

Warum Sie einen Marketingplan brauchen
Als Unternehmer bestimmt vermutlich meist das Tagesgeschäft Ihr Handeln. Doch wer erfolgreich werben will, braucht einen Jahresplan.  Nur so können Sie sich vor ungeplanten Ausgaben und Spontanaktionen schützen, die nicht zu Ihren Zielen passen. Aber bleiben Sie trotzdem flexibel: Muss eine Maßnahme gestrichen oder etwas völlig Neues geplant werden, dann tun Sie dies.

 

In 9 Schritten zum Werbeplan

1. Ziele definieren
Welche Ziele haben Sie mit Ihrer Werbung? Wollen Sie z.B. eine bestimmte Anzahl Neukunden gewinnen? Welche Umsatzsteigerung planen Sie?

2. Ist-Analyse
Wie erfolgreich waren Ihren bisherigen Werbemaßnahmen?  D.h. wie viele neue Kunden oder neue Aufträge haben Sie durch welche Aktion gewonnen oder wie haben sich die Zugriffszahlen auf Ihre Webseite verändert?

3. Wettbewerber-Analyse

Was machen Ihre Wettbewerber?
Beobachten Sie diese und sammeln Sie möglichst viele Informationen.

4. Zielgruppe bestimmen
Wer ist Ihre Zielgruppen? Wie können Sie diese erreichen?
Welches Angebot passt zu welcher Kundengruppe?

Sprechen Sie mit Ihren Produkten unterschiedliche Zielgruppen an? Dann dann müssen Sie das auch in Ihrer Werbung berücksichtigen. So kann ein Tischler z.B. sowohl Privatleute als auch Architekten und Hausverwaltungen als Kunden gezielt ansprechen.

5. Werbemaßnahmen bestimmen
Welche Werbemaßnahmen gehören in Ihren Marketingplan?
z.B.: Logo und Corporate Design; Pressearbeit; Print-Werbung wie Anzeigen und Advertorials; Drucksachen wie Broschüren, Flyer und Preislisten; Werbeartikel und Werbegeschenke; Onlinemarketing: Webseite (Erneuerung, Pflege, Erweiterung), Webcontent, SEO, Social Media, AdWord-Kampagnen, Online-Banner, Newsletter, Mailsignaturen; Messen und Events wie z.B. Hausmessen, Messeteilnahmen, Messestand; Präsentationen

6. Zeitplan erstellen
Welche Termine sind wichtig im Jahr?  Gibt es z. B. relevante Messen oder besondere Anlässe wie Jubiläen, Sonderaktionen oder neue Produkte, die Sie bewerben wollen. Wann ist der richtige Zeitpunkt für die einzelnen Werbemaßnahmen, um die geplante Zielgruppe auch tatsächlich optimal zu erreichen. Wenn Sie diese Grobplanung gemacht haben, verteilen Sie dann Ihr Werbebudget auf die Monate oder sogar Wochen.

7. Ablauf planen
Planen Sie rechtzeitig den Ablauf der Werbeaktionen und die notwendigen Ressourcen (z.B. Zeit, Technik und Material) Oder überlegen Sie, welche Maßnahmen Sie an einen Dienstleister auslagern können.

8. Kosten realistisch kalkulieren

Zu den Werbekosten gehören die Kreativleistungen (wie z.B. Grafik, Text, Fotos, Übersetzung, Künstlersozialkasse), die Herstellung (z.B. Druck) und die Medienkosten (z.B. Schaltkosten, Versand). Denken Sie aber auch Aufwendungen für Schrift- und Bildlizenzen oder ggf.  Kosten für Markeneintragungen.

9. Werbewirkung kontrollieren
Kontrollieren Sie den Erfolg Ihrer Werbung! Nur wenn Sie wissen, welches Ergebnis Ihre Werbeaktionen bringen, können Sie daraus für die Zukunft lernen.
Befragen Sie also neue Kunden, ob diese aufgrund Ihrer Werbung kamen. Kontrollieren Sie die Seitenaufrufe auf Ihrer Webseite. Fügen Sie Feedbackformulare Ihrer gedruckten Werbemitteln bei und kontrollieren Sie den Rücklauf.

 

 

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